Sonntag, 8. Januar 2017

Die 5 größten Beautysünden meiner Jugend

Ohne YouTube und ohne Instagram aufwachsen, das Internet für Spiele und Unterhaltung nutzen, statt sich Tutorials anzusehen. So hat sich meine Kindheit bis in die späte Jugend gestaltet und die Beautytipps kamen aus der Mädchen, oder ich habe mich vom Styling auf Bravo Postern inspirieren lassen. Ein umfangreiches Wissen über die Vielfältigkeit der Produkte, das nicht aus Werbebotschaften stammte hatte ich nicht. Der Schlecker um die Ecke hatte ein paar Marken und ich habe wenige Produkte verwendet. Dass hierbei über die Jahre hinweg viele Fehleinschätzungen zusammen kamen, liegt wohl auf der Hand. Deswegen möchte ich euch heute diese Fehlleistungen vorstellen und euch meine 5 größten Beautyfehler vorstellen.

Augencreme

Bis ich 23 war habe ich Augencreme für überflüssig gehalten. Soviel zum Titel und dass es sich hierbei um Beautysünden meiner Jugend handelt. Stimmt nicht so ganz, einige Fehler habe ich so gerne gemacht, dass ich sie mit in meine 20er genommen habe. Ich habe kein großes Problem mit Augenringen und hatte nur eine rote Stelle am Außenwinkel beider Augen, die ich mit der benefit erase paste abgedeckt habe. Dass es sich um eine trockene Stelle handelt, die ich statt zu verdecken auch weg cremen könnte, habe ich erst gemerkt als ich eine Augencreme testete. Heute, vier Jahre später bin ich eine rituelle Cremerin, habe sogar eine reichhaltige Creme für nachts und eine aufhellende, die sich gut mit Concealer verträgt für den Tag.

Rouge

Habe ich bis nach meinem 20. Geburtstag nicht verwendet, auf meiner schlechten Haut konnte ich mir kein Rouge vorstellen. Es leuchtete mir schlichtweg nicht ein, wieso ich erst mit einem Concealer alle Rötungen abdecken sollte, um dann wieder Farbe aufzutragen. Ich habe in meiner Routine jedoch nicht bemerkt, wie meine Haut besser wurde und es wenig Sinn macht eine flache, leblose Wange zur Schau zu tragen. Erst die Beratung an einem Makeup Counter, bei dem ich eine Foundation gematched bekam, wurde mir anschließend auch ein Rouge aufgetragen und ich war vom Gesamtbild begeistert. Mein erstes Rouge, das ich in meinem Leben 2x aufgebraucht habe, war das benefit „Coralista“ und ich würde es noch heute tragen, wenn es nicht so teuer und die Packung gleichzeitig kleiner geworden wäre.

Augenbrauen

Bringen wir die Schlimmste zuerst ins Spiel, an einem gewissen Punkt war bei der Augenbrauenpflege ein Ladyshave involviert. Zum Glück habe ich schnell gemerkt, dass die gleichzeitig nachwachsenden Haare furchtbar aussehen. Daneben hatte ich Angst, wie im Buch „Frontalknutschen“ versehentlich meine gesamte Augenbraue zu entfernen. Die Pinzette war fortan meine Freundin und ich habe JEDEN Abend die nachwachsenden Haare weg gezupft, kein Wunder wurden meine Augenbrauen immer dünner und dünner. Irgendwann zwang mich eine Freundin sie meine Augenbrauen in Form bringen zu lassen und es brachen bessere Tage an. Bis vor drei Jahren habe ich zwei sehr dünne Streifen im Gesicht getragen (siehe hier). Mittlerweile begrüße ich meine zwei Raupen und zupfe weniger an ihnen rum. Wie alle Mädels, die während des „fast-keine-Augenbrauen“-Trends aufgewachsen sind, ärgere ich mich über das viele Rumgezupfe in der Jugend und kann nur allen empfehlen sich mit dem genetisch vorgegebenen anzufreunden.

Gesichtsreinigung/ Reinigungstücher

Das Positive zuerst, ich habe mein Gesicht ausnahmslos jeden Abend von Makeup und Schmutz befreit. Nur die Art und Weise war leider höchst fragwürdig. Ich ging davon aus, dass Reinigungstücher (wie der Name verrät) ausreichen und das Gesichtswasser anschließend den letzten Schmutz runter nimmt, sodass ich mich dann eincremen kann. Vor dem Hintergrund, dass ich extreme Probleme mit Akne hatte (habe) und deswegen auch hautärztlich in Behandlung war, bin ich rückblickend etwas fassungslos wieso der Arzt mich nie über Reinigung aufgeklärt hat, statt nur eine aggressive Creme zu verschreiben.

Mascara

Ich habe lange Zeit nur klaren Mascara verwendet, weil ich dachte „Ich habe lange Wimpern, ich brauche das nicht“. An dieser Stelle können wir uns alle Faceplam-GIFs des Internet vorstellen, mehr muss man dazu nicht sagen. Mittlerweile will ich extreme, lange und schwarze Wimpern und kann es mir gar nicht mehr vorstellen, fast ohne Mascara raus zu gehen.

Kommentare:

  1. Ein toller Beitrag. Insbesondere der Punkt mit den Augenbrauen. Ich habe es zum Glück nie gemacht und immer nur dezent gezupft. Die meisten in meinem Umfeld hatten ganz dünne Streifen und haben sich teilweise welche aufmalen lassen (Permanent-Make-up). Heute bin ich froh, dass ich den Trend habe ausfallen lassen.

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  2. Haha, das mit dem Rouge ging mir genauso! Warum erst die roten Flecken abdecken und dann neue malen? Ich trage heute noch eher selten Rouge.
    Übrigens: Mit über 20 ist man zwar vielleicht kein "Jugendlicher" mehr, aber deswegen ist doch die Jugend noch nicht vorbei. (Das hätte ich jedenfalls bisher gedacht.)😉
    LG

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