Samstag, 22. Oktober 2016

Geschriebenes: "Dream don't work unless you do"


... klingt furchtbar abgedroschen, doch auch wer sich nicht mit Zitaten anfreunden kann, kann die Wahrheit dahinter nicht leugnen.
Jeder kennt eine Geschichte, von einer Person die nie eine Ausbildung abgeschlossen hat, deren Eltern ihr ein, zwei oder drei durch Vitamin B besorgt haben, wo sie nie hin gegangen ist bis sie gekündigt wurde. Die sich von Tag zu Tag durchschlägt,  wenn man mehr über diese Person hört oder sie gar kennen lernt, merkt man: glücklich ist sie nicht. Ohne ihr unrecht tun zu wollen, stehen diese Leute für mich als Sinnbild für nicht gelebte Träume.

Was sind Träume?

Träume können in kleinen Ideen, Wünschen oder einem überwältigendem Drive existieren. Sie sind der Gedanke, den man mit sich trägt, manchmal gar über Jahre hinweg. Sie sind die Person, die man sich als Kind ausgemalt hat und das was diese Person tun wird. Um von einem Traum zu sprechen, muss man eine Idee in verschiedenen Formen oder Fragmenten mit sich herum tragen. Davon zu sprechen, dass man von einem Paar Chelsea Boots träumt halte ich für überzogen. Wohingegen der Traum von einem Paar Louboutins weiter reicht, denn hierfür muss man arbeiten und sparen um sich diesen Traum zu erfüllen. Träume bestimmen unser Denken und somit im Idealfall auch unser Handeln.

Ein Beispiel:

Während ich diesen Post verfasse, bin ich dabei mir einen Traum zu verwirklichen und dieser Ablauf hat mich dazu inspiriert das alles nieder zu schreiben. Der Traum vom eigenen Garten wird für mich im Oktober in Form eines Schrebergartens wahr. Vor mehreren Wochen wusste ich noch gar nicht, dass ein Kleingarten mein Traum ist. Als Kind habe ich im Verwandten im Sauerland bei der Gartenarbeit geholfen, Gemüse geerntet und mir vorgestellt wie es wäre immer in diesem Haus zu wohnen. Meine Eltern waren immer mit mir draußen in der Natur, auch Urlaube auf dem Bauernhof gehörten dazu. Die Arbeit an der frischen Luft, die Möglichkeit immer draußen zu sein und morgens seinen Kaffee (oder Kakao) auf der Terrasse zu trinken. Das war’s was meine Augen zum Glänzen brachte. Mit dem Erwachsenwerden kommen Aufgaben und Verpflichtungen auf einen zu, ich habe festgestellt ein Haus ist nicht was ich möchte. Eine Erdgeschosswohnung mit Garten, ist nicht nur schwer zu finden, sondern als Mittzwanzigerin in der Ausbildung für die nächsten Jahre unerreichbar. Ich hatte da also diesen Traum. Oder Teile von Träumen, die ich in den Hintergrund gedrängt habe, weil ich wusste ich muss zur Verwirklichung noch jede Menge tun. Bis mir eine Freundin von ihrem Schrebergarten erzählt hat, den sie zusammen mit ihren Eltern erwarb und bei meiner neuen Arbeitsstelle gleich mehrere Kollegen ebenfalls einen besitzen. Es machte klick, in meinem Kopf und auf der Tastatur, denn ich ging online und habe mich darüber informiert. Während mein Freund mit dem selben Traum schwanger ging, wir es aber für uns selbst und einander nie ausformuliert haben.

Den Traum formulieren

ist oftmals der schwerste Teil, wenn wir uns Veränderung wünschen oder aufgrund neuer Lebensumstände die Möglichkeit haben etwas zu verwirklichen. Hier hilft, wie so oft: Aufschreiben. Sei es in einem Tagebuch, dem Kalender oder der Rückseite des Supermarktbons. In meinem Fall stünde da zum Beispiel „Im Sommer draußen sein“ „mehr Bewegung“ „ein eigener Rückzugsort“ „Treffen mit Freunden“ „eigenes Gemüsebeet“ „eine kreative Aufgabe“ Anschließend kann man mit seiner Familie oder dem Partner darüber reden wovon man träumt, auf Chancen achten und auf Wege die einem vielleicht sonst nie aufgefallen wären. Ich dachte zum Beispiel immer, dass ein Schrebergarten sehr teuer sei, was mich daran gehindert hat mich in dieser Richtung zu informieren.
Als der Traum ausformuliert und die Entscheidung getroffen war, ging es an den 

„Work“ Teil

Informationen über Kosten einholen, nach informativen Internetseiten suchen, Kleinanzeigen durchforsten und Kleingartenvereine in der Nähe anschreiben. Die ersten Rückschläge ließen nicht lange auf sich warten. Der erste Garten, den wir uns ansahen war von der Beschreibung her perfekt, stellte sich als absoluter Flop ohne angeschlossenes WC heraus. Was mich nur noch weiter motiviert hat, nicht aufzugeben und zu suchen. Einige Tage später die nächste Besichtigung und kein Flop mehr, aber auch noch nicht 100% das Richtige. Bis dahin war ich so in der Materie, der Überblick den ich mir über unsere Möglichkeiten gemacht hatte half mir zu sagen „Ich weiß da draußen gibt es einen, da gehen wir rein und sagen: Der ist es“. Jede investierte Stunde, jeder umsonst verfahrene Kilometer war es wert, weil ich mir diese Sicherheit erarbeitete. Wenn ich mich anstrenge, dann wird das Richtige dabei sein und ich werde es fühlen wenn es soweit ist. Während das Beispiel mit dem Garten noch sehr frisch ist, habe ich diese Vorgehensweise bereits bei meiner ersten eigenen Wohnung, dem Sommerurlaub und bei der Jobsuche angewandt, ohne auf die Nase zu fallen.
Träume sind schöne Gefährten, die mit der richtigen Behandlung das Leben bereichern. Deswegen ist es wert für sie und mit ihnen zu arbeiten. 

Welchen Traum habt ihr euch in letzter Zeit erfüllt? Welchen Traum möchtet ihr euch gerne erfüllen?

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