Sonntag, 15. März 2015

#febshopstop - Vier Wochen ohne Shopping und jetzt? - Resultat & Ausblick

Mitte März noch über den Februar reden? Ja, unbedingt!  Denn ich bin euch noch meine abschließenden Worte zum Shop Stop im Februar schuldig. Aber es waren weder Faulheit noch Ablenkung die mich diesen Beitrag nicht haben schreiben lassen, ich war schlichtweg unentschlossen.


Ich habe in den vier Wochen mein Shoppingverhalten drastisch verändert und das bleibt nicht ganz folgenlos. Ich wollte und konnte euch nicht nur mit der Information abspeisen, dass ich außer Kopfhörern, einem Notfall Lippenpflegestift und einer Lush Gesichtsmaske kein einziges Teil gekauft habe. Das war natürlich worum es ging - nichts kaufen. Aber neben der Tatsache, dass ich nicht shoppen war und nur Läden betreten habe, die Lebensmittel führen ist in meinem Kopf eine ganze Menge passiert. Schon zu oft habe ich mir etwas gewünscht, wie eine schwarze Jeans, Sneaker, einen neuen Schlafanzug, Brogues, einen schwarzen Basic-Blazer und dann war mein Geld für all die spontanen Ausgaben drauf gegangen, die mich auf den Salestangen diverser Innenstädte angelacht hatten. Statt einer Jeans gab es dann ein T-Shirt mit witzigem Aufdruck, oder den nächsten grauen Pullover. Versteht mich nicht falsch, ich habe meinen Schrank keineswegs mit Fehlkäufen gefüllt, viele dieser Impulskäufe sind im regen Gebrauch, aber es ginge eben auch ohne sie. Anscheinend habe ich jedoch eine Abneigung dagegen in solide Kleiderschrankgrundlagen zu investieren und züchte mir somit das Gefühl nichts zum anziehen zu haben. Eine Tatsache die Personal Shopper und Stilberater sicher Kopfschmerzen verursacht und ich mir nicht erklären kann.

Die Zeit des Shop Stops verging für mich sehr schnell und so habe ich am Ende gar nicht gemerkt, dass es bereits März war und ich hätte wieder los legen können. Was ich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr wollte. In der ersten Woche war es etwas befremdlich in einer Innenstadt zu arbeiten und keins der umliegenden Geschäfte zu betreten um nicht in Versuchung zu kommen, etwas doch unbedingt haben zu wollen. Ein leichtes Wanken in den ersten 10 Tagen, wenn ich ein gehyptes Beautyprodukt auf Youtube oder Blogs gesehen habe, nach dem Motto "Ich könnte ja, wäre doch nicht schlimm." Aber da kam mir meine Prinzipienreiterei sehr gelegen, denn ich wollte das eben durchziehen und nicht wegen einem Lippenstift oder Schal oder sonstwas meine guten Vorsätze torpedieren. So kam es im Februar nur zu drei gerechtfertigten Käufen, was mich am Ende mit einem ansehnlichen Plus auf dem Konto belohnt hat.

Was mir gerade am Anfang sehr geholfen hat, waren die Goodiebags der Events bei denen ich im Februar war. So gab es bei der Platform Fashion einiges an Haarpflege und Nagellack und später beim FashionBloggerCafé eine dicke Tasche voll Kram, plus einem Paar Clarks Schuhe. Ich konnte also trotzdem noch weiterhin neues Testen und zum Berichten vorbereiten, ohne Geld dafür ausgegeben zu haben. Zusätzlich habe ich, wie in den Regeln aufgeführt, weiterhin mit Firmen kooperiert und auch so einige neue Dinge bei mir zuhause begrüßen dürfen. Darunter waren ein Schmuckstück von Pippa&Jean, eine Cowboysbag und Ostergoodies von Lush, die ihr bereits bei Instagram bewundert konntet. Für jedes dieser Teile mussten dann 1 - 2 alte gehen und ich habe sicher gestellt, nicht wieder mit dem Überfüllen sämtlicher Bereiche anzufangen.

Beim Flohmarkt Mitte Februar sind dann einige der Non-Basic raus geflogen und die gebatikte Jeansweste erfreut nun eine andere Dame, ebenso wie viele andere Stücke. Ich habe ohne Rücksicht auf Verluste aussortiert, entweder in den Koffer für den Flohmarkt gelegt, oder direkt in die Altkleidertüte geworfen. Jetzt gibt es in allen Bereichen wieder Luft, ich weiß was ich wo habe und bin froh mir diese Arbeit aufgehalst zu haben. Außerdem wurden etliche Defizite in den erwähnten Grundlagen aufgedeckt, so ergab sich für mich die Aufgabe beim zukünftigen Shoppen nach diesen die Augen offen zu halten und diese zu priorisieren wenn es um Kaufentscheidungen geht.
Der Sonntag in der Weststadthalle hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich für den nächsten Termin am 04.Juni meinen Stand bereits gebucht habe.


Und wie weiter? "Mittelwege sind leider nicht golden, sonst wären sie besser zu finden" - Ernst Reinhardt.
Das fasst den Weg den ich einschlagen möchte sehr treffend zusammen, denn ich möchte nicht im Extrem des Shop Stops weiter leben, aber nach dieser Zeit weiter zu machen wie vorher macht das Projekt im Nachhinein sinnlos. Daher habe ich mich für einen der schwierigsten Wege entschieden - den Mittelweg. Heißt weniger Regeln, aber dennoch den Überblick behalten und ganz wichtig, die mehrfach angesprochenen fehlenden Teile erstehen. Den ersten Schritt habe ich bereits getan und im Sale einen gut sitzenden schwarzen Blazer mit Reißverschlussdetails gekauft, den man zu allem kombinieren kann. Weil ich auch nichts über's Knie brechen will habe ich mir eine Liste der Dinge erstellt, aber was auch auf der Liste landet sind Wünsche die ich mir nach und nach Erfüllen kann, wenn man nicht einfach irgendwas kauft. So habe ich letzte Woche endlich meine Wunschsneaker Adidas Phantom in einem Onlineshop-Sale aufgetrieben und den Star Labs Pullover via etsy gekauft, den ich wollte seit ich "Flash" schaue. Diese Art des Einkaufens macht zufriedener. Als inoffiziell regierende Schnäppchenkönigin (falls man das über sich selbst sagen darf) werde ich weiterhin Prozentzeichen in den Augen haben, wenn ich shoppe und kann mich über neue Stücke im Kleiderschrank freuen. Aber ich weiß auch, dass ich meinem Stil etwas gutes tue, wenn ich mir eine schwarze Jeans, oder einen weißen Blazer zulege weil diese Dinge vielseitig sind und neue Möglichkeiten eröffnen, falls es bei wilden Kombinationen mal hakt.
Es wird künftig sicher Ausrutscher geben, aber auch Erfolge oder Anekdoten zu meiner Shoppingeinstellung und ich freue mich darauf sie mit euch zu teilen. Bis dahin freue ich mich auf euer Feedback.
Habt ihr schon mal einen Shop Stop gemacht, oder ernsthaft in Betracht gezogen?


1 Kommentar:

  1. Ich bin gerade auch in meinen No Spend Monat und es fällt mir total schwer. Deine Erfahrung macht mir Mut weiter durchzuhalten.


    ♥♥♥
    lg,
    Majka von
    MajkasWelt

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