Montag, 8. September 2014

Vogue Fashion's Night Ou(ch)t

Bereits knapp einen Monat bevor es am 05. September soweit war trudelten erste Einladungen in meinem Postfach ein. Von Make Up Styling Lounge, Flash Tattoos und Star DJ wurde geschrieben. Dazu Prosecco, Hip Drinks und Hot Dogs zum ganzen Fashion Trubel. Und das Ganze sollte nur in einem der vielen Stores statt finden. Umgehend habe ich meine Zusage gemailt und war gespannt wie das ganz in der Düsseldorfer Innenstadt wohl umgesetzt wird, wenn Vogue seine Fashion's Night Out feiert.
Mehr und mehr Abläufe wurden im Internet bekannt, mehr und mehr Infos und Einladungen erreichten mein Postfach. Vieles sehr ansprechend, anderes an meinem Geschmack vorbei.
In besonderem Maße gefreut habe ich mich darauf diesen Abend mit den Bloggis verbringen zu dürfen.

Photocredit: Fashion Net Düsseldorf
Dann kam der Freitag Abend und ich ging nach Düsseldorf, mittlerweile sind 2 Tage rum, in denen ich mich gefragt habe, ob ich meine Meinung oder lieber gar nichts schreiben soll. Trotz Prosecco und Wodka war ich sehr ernüchtert, beinahe froh um elf wieder auf der heimischen Couch zu sein.

Der erste Stopp war durchaus erfreulich, denn wir lernten den erst eine Woche alten Laden von Kennel&Schmenger kennen (gesonderter Post folgt).
Der nächste Stopp -Jades - war geprägt durch einen übermäßigen Menschenauflauf und fehlende Ansprechpartner, an Fotos machen war kaum zu denken, da ich kaum etwas von den zum Verkauf angebotenen Waren sehen konnte. Ein Schminkkoffer mit Hocker davor mitten im Durchgang, besagte Tattoos wurden auf einem Verkaufstisch mitten im Laden auf die willigen Besucher gepappt, während ich mich unauffällig zu den Rauchern vor die Tür begeben hatte, um den sauna-artigen Temperaturen zu entgehen.
Mittendrin schwirrten Promis wie Jana Ina + Mann, Verona Pooth, Monica Ivancan und Katja Burkard herum, dazwischen dann noch ein betüdelter Unter Uns Darsteller. Eigentlich ein ganz lustiges Treiben, jedoch viel zu voll und viel zu warm.
Also weiter, ab zum Kö-Bogen, dort hatte unique geladen um mit Champagner auf das eigens für den besonderen Abend designte Kleid anzustoßen. Hier war es nicht überfüllt und die Raumtemperatur deutlich angenehmer, nur wirklich wohlgefühlt habe ich mich auch hier nicht. Neben Verkäuferinnen die sich wegen einem zerbrochenen Glas, das niemand weg machen wollte anzickten. Dazu mit einer eindringliche Managerin die mein Nein nicht akzeptierte und "nötigte" ein Foto mit ihrem Schützling im 'Goddess' Kleid zu machen, während wir einen Ansprechpartner suchten der uns vielleicht ein wenig über die Kollektion und das Label erzählen konnte. Die zuständige Dame war schnell gefunden und einige Worte gewechselt, dann machten wir uns auf all die Pailetten- und Spitzenkleider zu begutachten. Jede Menge traumhafte Teile die auf Kleiderstangen im großzügigen Laden hingen, warum also nicht mal in den Favoriten hinein schlüpfen? Während Eine von uns ein kurzes, ich nannte es Beyonce-Kleid, anprobierte fiel meine Wahl auf ein bodenlanges Pailettenkleid. Da wir mehr Blogger als Kabinen waren, kam es zu einem kleinen Andrang vor den Vorhängen.
In der Zwischenzeit stürmten erst der Promi, dann seine Managerin in die Kabine, in der gerade die Erste aus dem Beyonce-Kleid gestiegen war, auf der Suche nach des Promis eigenen Kleidern.
Als die Kabine dann für mich frei war stellte sich heraus, dass es gar nicht auffällt wenn jemand den Vorhang aufreißt, da diese schweren, knapp 3-Meter langen Stoffriesen sich überhaupt nicht ganz schließen lassen. Ich habe dann behelfsmäßig den Vorhang mit dem Hocker eingeklemmt, weil mich ansonsten nur eine Schaufensterpuppe vom Schaufenster getrennt hätte und die Abendplanung definitiv nicht vorsah dem Kö-Bogen meine Unterwäsche zu zeigen. Ein Erlebnis wie man es bei Mango oder ähnlichen verschmerzen kann, aber wenn ich hinter einem zwei Drittel geschlossenen Vorhang ein 789€ Kleid über ziehen soll. Nein, danke.
Im Anschluss war dann irgendwie die Luft raus und statt nochmal bei Breuniger reinzuschauen ging es gen Heimat.

Wäre die Organisation und Umsetzung so gut gewesen, wie die PR im Vorfeld und wie die Einladungen geklungen haben, hätte mir der Abend sicher gut gefallen. Aber niemand braucht eine Einladung zum Tag der offenen Tür.
Kaum ein Geschäft schien wirklich bestrebt ein gutes Event auf die Beine stellen zu wollen, sondern nur ein Angebot und ein paar Getränke bereit zu stellen um teilzunehmen und Kunden anlocken zu können.
Aber kommen wir zum Ende dieses ellenlangen Textes, denn ich merke ich habe mich ein wenig rein gesteigert. Ein positiven Aspekt bringt die VFNO sicher mit sich, sie nimmt vielen die Befangenheit einfach mal in einen der Läden auf der Kö zu gehen und sich bei Chanel und Co umzusehen.

Falls ihr auch in Düsseldorf oder Berlin bei der Fashion's Night Out gewesen seid, dann schreibt gerne ein Kommentar welche Läden ihr besucht habt und wie es euch gefallen hat.

Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Konzept bzw. die Umsetzung der VFNO nicht zugesagt hat.

    Ich kann zwar nur für die VFNO in Italien bzw. Milan sprechen, die grundsätzlich etwas später als die in Deutschland stattfindet, aber ich empfand es als ein großes Wiedersehen mit Freunden und Bekannten :-)

    Bestenfalls ist man schon Kundin in den Stores und nutzt die Gelegenheit einfach für eine Shoppingtour in spezieller Atmosphäre.

    Ich würde, an deiner Stelle, die Kritik auch an einen Verantwortlichen weiterleiten.

    Liebe Grüße,
    Zara-Janina

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Zara-Janina, danke für deinen ausführlichen Kommentar.
    Vielen hat der Abend auch sehr gut gefallen, ich hatte einfach Pech...eine Mail mit meinem Feedback habe ich bereits geschickt.
    Lieben Gruß.

    AntwortenLöschen
  3. Schade, dass wir uns Freitag gar nicht gesehen haben. Muss aber ehrlich sagen, dass ich mir nicht so einen strammen Plan gemacht habe, wie du den anscheinend hattest. Ich war nur bei Apropos und da war es eigentlich wirklich ziemlich cool. Man konnte sich die Nägel lackieren lassen, die Getränke waren top und die Musik auch ansprechend. Danach bin ich nur kurz zum Breuninger, allerdings nur um jemanden wieder zu sehen und dann hat es mich ins Sevens verschlagen, weil da ja angeblich die große Beachparty war. Ich muss ehrlich sagen, wenn das Beach sein soll, dann: Nein, Danke!
    Ich hatte ehrlich gesagt wirklich mehr erwartet, vor allem weil ich das erste Mal in Düsseldorf mal dabei war. Sonst habe ich die VFNO nur in Istanbul erlebt und das war um Längen besser. Das liegt aber vll auch schlicht an den Leuten, die einen nicht arrogant mustern und einfach mitten auf der Straße alle gemeinsam tanzen. Zwar hat auf der KÖ später am Abend auch noch wer zu Happy von Pharell getanzt, jedoch im sehr betrunkenen Zustand und um ihn herum scharten sich die belustigten Handy-Filmer.

    Ich hab einfach mehr erwartet und habe auch von vielen, die deutlich mehr Läden besucht haben als ich eine ähnliche Meinung wie deine gehört.

    Aber wer weiß, vll liest sich irgendjemand, der für die PR dazu verantwortlich ist solche Texte durch und versucht es im nächsten Jahr besser zu gestalten =)

    www.missysworld.com

    AntwortenLöschen